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Photovoltaik 2026: Warum sich Solarstrom trotzdem lohnt

Seit dem 1. August 2026 liegt die Einspeisevergütung für kleine Anlagen bei 7,70 Cent pro Kilowattstunde – und 2027 könnte die feste Vergütung für neue Anlagen unter 25 kW ganz wegfallen. Klingt erstmal nach schlechten Nachrichten. Ist es aber nicht: Der eigentliche Werttreiber einer PV-Anlage ist längst nicht mehr die Einspeisung, sondern der Eigenverbrauch.

Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses

Die Einspeisevergütung sinkt – erwartungsgemäß

Seit 1. August 2026 gelten für Anlagen bis 10 kWp 7,70 ct/kWh bei Teileinspeisung bzw. 12,22 ct/kWh bei Volleinspeisung. Bei 10 bis 40 kWp sind es 6,73 ct bzw. 10,35 ct. Die Sätze sinken alle sechs Monate um 1 % – die nächste Senkung folgt zum 1. Februar 2027.

Neu seit 2026: Für Strom, der zu Zeiten negativer Börsenstrompreise eingespeist wird, gibt es keine Vergütung mehr. Als Ausgleich verlängert sich der 20-jährige Förderzeitraum entsprechend.

2027 könnte die feste Vergütung für neue Anlagen ganz wegfallen

Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 eine EEG-Novelle beschlossen, die die feste Einspeisevergütung für neue Anlagen unter 25 kW zum 1. Januar 2027 abschaffen würde. Der Bundestag hat den Entwurf am 24. September 2026 in erster Lesung beraten – beschlossen ist er noch nicht. Wer 2026 ans Netz geht, sichert sich in jedem Fall noch die bekannten Konditionen für die vollen 20 Jahre.

Der eigentliche Werttreiber: Eigenverbrauch statt Einspeisung

Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart aktuell rund 37 Cent Netzstrom – fast fünfmal so viel, wie die Einspeisung mit 7,70 Cent einbringt. Mit einem Batteriespeicher steigt der Eigenverbrauchsanteil auf rund 70 %. Die Kombination aus PV-Anlage und Speicher ist damit heute wirtschaftlich deutlich interessanter als eine reine Einspeise-Anlage – erst recht in Kombination mit einer eigenen Wärmepumpe, die einen Teil des Solarstroms direkt verbraucht.

Kosten und die 0-Prozent-Mehrwertsteuer

Der Nullsteuersatz auf Kauf, Lieferung und Installation von PV-Anlagen und Batteriespeichern gilt unbefristet weiter – für Anlagen bis 30 kWp auf oder in der Nähe von Wohngebäuden. Keine 19 % Mehrwertsteuer, wie vor 2023.

Orientierungswert aus der Praxis: Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher liegt meist zwischen 15.000 und 20.000 € – abhängig von Dachfläche, Ausrichtung und Speichergröße. Wie schnell sich das amortisiert, hängt vor allem vom Eigenverbrauchsanteil ab: Mit Speicher meist deutlich schneller als ohne. Eine erste Einschätzung für Ihr Dach liefert unser Solar-Check, eine detaillierte Kostenschätzung unser Photovoltaik-Rechner.

FAQ

Häufige Fragen

Was kostet eine Photovoltaikanlage 2026?

Eine 10-kWp-Anlage mit Speicher liegt meist zwischen 15.000 und 20.000 € – abhängig von Dachfläche, Ausrichtung und Speichergröße. Der Nullsteuersatz (0 % statt 19 % Mehrwertsteuer) gilt weiterhin für Anlagen bis 30 kWp.

Lohnt sich Photovoltaik noch, wenn die Einspeisevergütung sinkt?

Ja. Der Werttreiber einer PV-Anlage ist längst der Eigenverbrauch, nicht die Einspeisung: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde spart rund 37 Cent Netzstrom – fast fünfmal so viel wie die aktuelle Vergütung von 7,70 Cent einbringt.

Brauche ich einen Batteriespeicher?

Zwingend nötig ist er nicht, aber wirtschaftlich sinnvoll: Mit Speicher steigt der Eigenverbrauchsanteil auf rund 70 % statt rund 60 % ohne. Die Amortisation dauert mit Speicher wegen der höheren Anschaffungskosten meist etwas länger (12 bis 18 statt 9 bis 13 Jahre), dafür sinkt die Abhängigkeit vom Netzstrom deutlich stärker.

Wie lange dauert die Amortisation einer Photovoltaikanlage?

Als Orientierung: 9 bis 13 Jahre ohne Speicher, 12 bis 18 Jahre mit Speicher. Jede zusätzlichen 10 Prozentpunkte Eigenverbrauch verkürzen die Amortisation um etwa ein Jahr – deshalb lohnt sich eine genaue Verbrauchsanalyse vor der Planung.

Was bringt Ihr Dach?

Wir planen Ihre Anlage inklusive Speicher und rechnen vorab durch, was sich für Ihr Dach tatsächlich lohnt – WayStrom GmbH, Meisterbetrieb für Elektro & Energietechnik.